Vodafone 5G: Das Netz der Zukunft gestartet

21. August 2019 | 14:14 Uhr | Marko Strzebin
Vodafone 5G Start

Vodafone startet als erster das Netz der Zukunft und nimmt die ersten Stationen in Betrieb. Für nur 5 Euro Aufschlag erhalten Sie als Vodafone-Kunde den erheblich schnelleren Datenfluss, ein 5G-fähiges Smartphone vorausgesetzt. Der Nachfolger des LTE Mobilfunkstandards ist jetzt seit Ende Juli mit den 25 ersten Standorten in 20 Städten und Gemeinden verfügbar.

Was kostet 5G bei Vodafone?

Der Kostenfaktor wird beim Thema 5G für viele entscheidend sein. Die zusätzlichen Kosten belaufen sich derzeit auf nur 5 Euro monatlich und sind damit überschaubar. Für alle Red- und Young-Mobilfunk-Tarife ist diese zusätzliche Option bei Vodafone buchbar und bei den Tarifen Red XL Unlimited, Young XXL Unlimited und Vodafone Black bereits inklusive. Durch die monatliche Kündbarkeit dieser Zusatzoption, wird dem Kunden auch eine hohe Flexibilität gewährleistet, der somit je nach Bedarf upgraden oder auch wieder auf die normale LTE Verbindung reduzieren kann. Auch mit dem Gigacube surfen Sie jetzt ebenfalls automatisch im 5G Netz, soweit der Standort bzw. das Smartphone den Mobilfunkstandard unterstützt.

Schon für 14,99 € ist es bei Vodafone beispielsweise möglich, im ersten Jahr mit dem Tarif ,,Young S“, 5G zu nutzen. Somit ist das 5G Netz bei Vodafone für deutlich weniger Geld nutzbar als bei den vergleichbaren anderen Anbietern wie der Deutschen Telekom, die derzeit nur den MagentaMobil XL Special mit der neuen Technik anbietet. Dieser ist mit 85 Euro zwar nur fünf Euro teurer als der vergleichbare Red XL Unlimited von Vodafone, jedoch ist er zurzeit auch der einzige Zugang zu 5G in deren Netz.

Update 2.9.2019: Offenbar plant Vodafone laut Informationen der Rheinischen Post, den 5G Zuschlag für die Tarife abzuschaffen. Auf der Website des Netzbetreibers finden sich derzeit noch keine konkreten Hinweise. Es bleibt daher abzuwarten, wann dies umgesetzt wird.

 

Wo gibt es schon Vodafone 5G?

Vodafone startete bereits im Juli 2019 mit der Inbetriebnahme Ihrer ersten 5G-Stationen. Seit August sind es nun ca. 40 Stationen, die deutschlandweit kleine Einzugsgebiete mit dem Netz ausstatten. Dazu gehören beispielsweise Städte wie München, Dortmund, Bremen oder Hamburg.

Aber auch im Raum Dresden kommen die ersten Stationen in Betrieb. Voraussichtlich am 23.08.2019 wird eine dieser Stationen in Burkhardswalde zwischen Nossen und Wilsdruff in Betrieb genommen. Am 02.09.2019 ist ein weiterer Ausbau an der Overbeckstraße in Dresden geplant. Zur besseren Übersicht finden Sie hier eine kleine Karte mit den 5G Stationen in Sachsen:

Eine Übersicht über alle Standorte finden Sie hier:

Juli 2019München, Seehausen am Staffelsee, Birgland, Rielasinge-Worblingen, Westhausen, Karlsruhe, Würselen, Köln, Lohmar, Düsseldorf, Aldenhoven, Ratingen, Dortmund, Altenberge, Wedemark, Hesel, Hamburg, Mellenthin
August 2019Bremen, Lüdersdorf, Eicklingen, Harbke, Berlin, Bernau bei Berlin, Mülheim an der Ruhr, Solingen, Leipzig, Leuna, Rothenstein, Erfurt, Neukirchen/Erzgebirge, Dresden, Burkhardswalde bei Wilsdruff, Chemnitz, Frankfurt am Main, Offenbach am Main, Eppertshausen, Darmstadt, Stuttgart

In den jeweiligen Standorten kann in einem maximalen Radius von 1000 Meter um die Antennen die 5G Geschwindigkeit genutzt werden. Bis Ende August sind noch weitere 10 Standorte für die Stationen geplant. 2020 will Vodafone 10 Millionen Bürger mit dem Netz beliefern können und ein Jahr später sogar die doppelte Anzahl von 20 Millionen Einwohnern. Somit wäre es 2021 der breiten Masse in Deutschland zugänglich.

 

Welche Geräte benötige ich für 5G?

Zurzeit ist es nur mit einer Handvoll Geräten möglich, das 5G Netz zu nutzen. Dazu gehören zum Beispiel die neusten Smartphone-Flaggschiffe wie das Huawei Mate 20X 5G, das Samsung Galaxy S10 5G oder das kommende Samsung Note 10. Der Standard befindet sich gerade noch in der Startphase und viele andere Hersteller haben bereits angekündigt, neue Smartphones noch 2019 auf den Markt zu bringen. Bei den neuen iPhone Modellen, die diesen September vorgestellt werden, ist aktuell nicht davon auszugehen, dass diese 5G fähig sind. Alle Apple-Fans bleiben somit wohl erst einmal außen vor und sind weiterhin auf LTE beschränkt.

5G fähige Smartphones

Das Huawei Mate 20X 5G (links) und das Samsung Galaxy S10 5G  gehören zu den wenigen Geräten, die bislang 5G unterstützen

 

Funktioniert 5G bei Vodafone zuverlässig?

Im Netz gibt es bereits zahlreiche Tests, in denen die Geschwindigkeit und aber auch Probleme bei den Smartphones beschrieben wurden. Beim Benutzen des Mobilfunkstandards mit einem Samsung Galaxy S10 kam es zu einer hohen Wärmeentwicklung. Dadurch wechselte das Smartphone nach gerade mal zwei Downloads automatisch zurück auf 4G/LTE und musste sich zunächst abkühlen. Dadurch scheint ersichtlich, dass die Handys vielleicht noch nicht für die hohen Datengeschwindigkeiten ausgelegt sind. Auch kommt es zu Geschwindigkeitseinbrüchen, je weiter sich das eigene Smartphone vom Sendemasten wegbewegt. Dadurch war das Netz an manchen Stellen sogar langsamer als der eigentlich langsamere Mobilfunkstandard LTE.

Des Weiteren lohnt sich die 5G Variante für kleinere Datenvolumen im Tarif bei Vodafone nicht, zwei Gigabyte können in wenigen Sekunden durch die hohen Datenraten verbraucht sein. Außerdem kommt es zusätzlich zu einem erhöhten Stromverbrauch – entsprechende Akkukapazitäten sind hier zwingend nötig. Die Hersteller wie Samsung und Huawei statten ihre neuen Geräte wohl auch deshalb mit 4500 bzw. 5000 mAh Akkus aus. Das sollte reichen, um den Stromverbrauch wieder zu relativieren.

 

Was macht die Telekom?

Die deutsche Telekom verfügt derzeit über keine in Betrieb genommene Station für ihr 5G Netz. Geplant ist diese aktuell für das 4. Quartal 2019, jedoch ist noch kein genauerer Termin dazu bekannt. So sind bis Jahresende noch 100 Standorte bei der Deutschen Telekom geplant, die mit der 5G Technik ausgestattet werden sollen. Allerdings werden zurzeit schon die Verträge verkauft, mit denen es dann möglich sein wird, 5G zu nutzen. Der einzige Tarif ist aktuell der Magenta Mobil XL, mit einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten. Dieser wird exklusiv für die Nutzung von 5G angeboten. Der Preis beläuft sich dabei auf monatliche 85 Euro mit denen es dann möglich ist, unbegrenzt zu surfen. Wer will, kann sich direkt eines der 5G fähigen Smartphones zukaufen. Bis allerdings 5G großflächig nutzbar sein wird, ist der Vertrag ganz normal mit LTE nutzbar. Für Bestandskunden sind derzeit keine Möglichkeiten verfügbar, diese Option zu nutzen – außer durch einen Vertragswechsel.

 

Fazit: LTE oder 5G?

Es stellt sich jetzt die Frage, ob lieber normal LTE oder einen von den neuen 5G Tarifen nutzen. Zurzeit hat es noch keinen großen Sinn, 5G-fähige Tarife zu wählen, dafür ist das Netz einfach noch zu schlecht ausgebaut. Für die meisten Leute reicht auch der derzeitige Standard vollkommen aus, da für die normale Nutzung des Smartphones keine Schnellere Verbindung benötigt wird.

Der Fokus der Netzbetreiber sollte zunächst die flächendeckende Verfügbarkeit von LTE sein, bevor man sich auf den kontinuierlichen Ausbau des 5G-Netzes konzentriert. Außer Frage steht allerdings, dass das 5G Netz die Zukunft verkörpert.

Bis ein zuverlässiges und attraktives 5G verfügbar ist, werden wir uns allerdings noch eine Weile gedulden müssen. Hier muss und wird es künftig eine größere Auswahl an 5G-fähiges Smartphones geben, die nicht mit aktuellen Problemen wie Überhitzung oder zu geringer Akku-Kapazität zu kämpfen haben. Auch eine Anpassung des Datenvolumens innerhalb der Tarife wird nötig sein, sonst ist dieses schon nach kurzer Zeit verbraucht. Gern stehen wir Ihnen beratend zur Seite, wenn Sie einen zukunftsfähigen Tarif für sich und Ihr Smartphone suchen. Besuchen Sie unseren Shop in Dippoldiswalde am Rande von Dresden oder – sofern Sie nicht aus der Region kommen – finden Sie einen aetka Fachhändler in Ihrer Nähe auf aetka.de.

Marko Strzebin

Marko Strzebin

Galeon, Dippoldiswalde

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2 Kommentare
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Jens Weber

Das ist ja alles gut und schön. An meinem Wohnort funktioniert noch nicht mal 3G. Vielleicht sollte man erst mal in eine flächendeckende 100%-Abdeckung von LTE investieren, bevor einzelne Standorte mit einem Standard ausgebaut werden, den noch nicht einmal 10% aller Mobiltelefone verarbeiten können.

Robert Ahner
Robert Ahner

Hallo Jens Weber,
hier stimmen wir vollkommen zu. Wie im Fazit des Beitrags angemerkt, sollte der Fokus zunächst auf der LTE-Abdeckung liegen.

Viele Grüße

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