6G im Jahr 2030: Ein Blick in die Zukunft

6. Mai 2021 | 9:09 Uhr | Stefan Maus
6G im Jahr 2030

Im vergangenen Jahr hat der 5G-Rollout begonnen. Das deutlich schnellere 5G-Netzwerk soll den mittlerweile veralteten 4G-Standard ablösen. Bis zum Ende des Jahres 2021 soll das 5G-Netzwerk Standard in Deutschland sein. Seit 2010 war 4G bei uns in Deutschland verfügbar. Jetzt kommt das neue 5G-Netzwerk, doch die Bundesregierung hat bereits 700 Millionen Euro in den voraussichtlich 2030 kommenden 6G-Standard investiert, um bei der Neuerung ganz vorne mit dabei sein zu können. Im Folgenden werde Ich Ihnen ein wenig über die erwarteten Veränderungen bei 6G erzählen.

Deutschland und die EU generell gehören beim Ausbau des 5G-Netzwerkes zu den Schlusslichtern der modernen Welt. Damit sich dieser Fauxpas nicht mit dem 6G-Netzwerk wiederholt, haben sowohl Deutschland als auch die EU bereits jetzt massive Investitionen angekündigt.

100mal schneller als 5G

In der Theorie ist das 5G-Netz ( <10 GBit/s) bis zu 10mal schneller als das 4G-Netz ( <1 Gbit/s). Mit dem 6G-Standard sollen Daten anscheinend bis zu 100mal schneller übertragen werden als bei 5G. Um nicht wieder hinter anderen Ländern zurückzufallen, wird daher bereits jetzt umfassend geforscht, wie das 6G-Netzwerk in der EU schnell und erfolgreich integriert werden kann.

6G mit Hexa-X

Unter der Führung von Nokia haben sich 25 Akteure zum Projekt „Hexa-X“ zusammengeschlossen. Aus Deutschland sind die Unternehmen Siemens und Intel sowie die Technischen Universitäten Kaiserslautern und Dresden an dem Projekt beteiligt. Insgesamt sollen von Ländern und beteiligten Unternehmen so rund 10 Milliarden Euro für die Investition des Projekts zusammenkommen. Neben der Entwicklung der schnelleren Übertragung, soll von Anfang das Thema der Nachhaltigkeit des Standards eine zentrale Rolle spielen.

Wieso 6G?

5G wird jetzt erst langsam in Deutschland flächendeckend installiert. Da kommt die Frage auf wieso man jetzt schon wieder Milliarden dafür investiert, das neue Netzwerk wieder abzulösen. Die Antwort ist tatsächlich sehr einfach. Der Fortschritt und die Digitalisierung zwingen uns dazu, wenn wir alle Möglichkeiten erfassen und nutzen wollen.

Ein Beispiel dafür ist die sogenannte „Extended Reality“ (erweiterte Realität). Eine Technik, die es ermöglicht Menschen in 3D, in sehr hoher Auflösung und Echtzeit, auf mobile Endgeräte, oder in Räume zu streamen, oder zu projizieren. Ebenso die Virtual Reality, die es bspw. ermöglich, dass sich Menschen aus aller Welt in virtuellen Räumen, oder sogar Welten treffen, kommunizieren und interagieren können. So könnte man bspw. (internationale) Geschäftsreisen um eine Vielzahl reduzieren. Dies ist ein weiterer wichtiger Aspekt im Sinne des Umweltschutzes.

Deshalb bleibt nichts anderes übrig, als jetzt schon verstärkt in die Entwicklung und den Ausbau der 6G-Technik zu investieren, wenn Deutschland und die EU nicht weiterhin im Fortschritt und der Digitalisierung zurückfallen wollen. Es ist wirklich spannend zu beobachten, mit welcher Geschwindigkeit heutzutage neue, innovative Erfindungen entwickelt werden. Da muss man sich fast fragen, ob 2030 die 6G-Technik überhaupt noch ausreicht, um die technologischen Möglichkeiten der Zukunft umzusetzen.

Stefan Maus

WI Communication Maus, Wiesbaden

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