Schnellladen: Quick Charge, Power Delivery & Co einfach erklärt

7. Januar 2019 | 16:16 Uhr | Carsten Herzberg
Schnellladen Power Delivery

Trotz immer effizienterer Prozessoren, fortschrittlicher Kameras und stromsparender Displays ist die Akkulaufzeit nach wie vor die Schwachstelle der meisten Smartphones. Deshalb machen es immer mehr Hersteller möglich, mithilfe spezieller Adapter den Akku des Handys schneller zu laden. Wie das „Schnellladen“ funktioniert und ob es zu empfehlen ist, erkläre ich im Beitrag.

Wie ist der aktuelle Stand der Technik?

Die Lithium-Ionen-Akkus der Smartphones haben das Ende ihres Entwicklungszyklus nahezu erreicht. Indem die Hersteller mittlerweile Akkus mit 3.000 bis 4.000 mAh (Milliamperestunden) verbauen können, haben sie bereits eine Meisterleistung vollbracht. Mehr ist technisch nach heutigem Kenntnisstand nicht möglich, sofern es keine wirklich innovative Neuentwicklung gibt. Was ist also zu tun, wenn viel mehr Kapazität nicht möglich ist? Richtig: Der Smartphone Akku muss aufgeladen werden – so schnell wie möglich. Genau hier setzen Hersteller an und versuchen diesen Ladevorgang künftig enorm zu beschleunigen. Dazu gibt es mittlerweile verschiedene Ansätze, die ich Ihnen hier vorstellen möchte.

 

Was ist Quick Charge?

Quick Charge ist der wohl bekannteste Ladestandard im Bereich Schnellladen. Er wurde von der Firma Qualcomm entwickelt, einem Prozessorhersteller, der seine Ladetechnik an die entsprechenden Smartphone-Hersteller weitergibt. Meist verbunden mit der Verwendung eines Qualcomm-Prozessors. Jeder Hersteller der diesen Prozessor verbaut, konnte als auch die Ladetechnik verwenden – oder musste eine entsprechende Lizenz kaufen.

 

Wie funktioniert das Schnellladen?

Um zu erreichen, dass der Ladevorgang schneller geht, wird an verschiedenen Stellschrauben gedreht: An der Stromstärke und an der Stromspannung. Quick Charge passt beide Werte entsprechend an. In der aktuellsten Variante (Quick Charge 3) entspricht das 20 Volt und 4,6 Ampere. Da eine Watt-Angabe deutlich einfacher zu verstehen ist, multiplizieren Sie einfach Volt und Ampere. Wir sprechen bei Quick Charge 3 demnach von möglichen 92 Watt.
Der Standard lädt Smartphones jedoch nur mit maximal 20 Watt, da Lithium-Ionen-Akkus sonst Schäden davontragen können. Dennoch sind die meisten Smartphones mit Quick Charge 3 nach 30 Minuten zur Hälfte geladen. Quick Charge ist die einzige Technik zum Schnellladen, die nicht auf dem Steckertyp USB-C basiert.

Die Quick Charge Versionen im Überblick:

NameNennspannungStromstärkeMaximale LadeleistungVorteile
Quick Charge 1.05 Volt2 Ampere10 WattDoppelte Geschwindigkeit zu normalem USB
Quick Charge 2.05, 9 oder 12 Volt, statisch2,2 und 1,67 Ampere18 WattHöhere Spannung = Höherer Wirkungsgrad
Quick Charge 3.02,6 bis 20 Volt, dynamisch in inkrementellen 200mV-Schritten2,5 und 4,6 Ampere18 WattGeringere Abwärme, ideale Ladezeiten
Quick Charge 4unbekanntunbekannt28 WattUSB-C Zwang, 5min für 50% Kapazität
Quick Charge 4+unbekanntunbekanntunbekannt15% schneller, 15% kühler, 20% effizienter

 

Welche Alternativen gibt es?

Verschiedene Hersteller wie Samsung (Fast Charge), Huawei oder OnePlus haben die Technik von Quick Charge mehr oder minder kopiert. Die Folge: Zahlreiche Ladestandards, die technisch jedoch nahezu gleich funktionieren. Dennoch müssen Sie hier beim Kauf des Ladezubehörs darauf achten, welcher Ladestandard unterstützt wird.

Ich empfehle Ihnen hier etwa den KFZ-Adapter von 4Smarts, der verschiedene Standards unterstützt.

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Zuletzt aktualisiert am 25. May 2019 um 0:03 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Was ist Power Delivery?

Um das Thema Schnellladen etwas übersichtlicher zu machen wurde vom Gremium, welches für die Entwicklung des USB-Standards zuständig ist, ein neuer Standard eingeführt: Power Delivery. Der Vorteil von Power Delivery liegt im Gegensatz zu Quick Charge darin, dass im Prinzip jeder Hersteller diese Technologie zum Schnellladen nutzen darf, welcher einen USB-C Anschluss verwendet. Sie könnten damit grundsätzlich sogar Ihren Laptop laden; die Technik erkennt automatisch, welche Watt-Zahl benötigt wird. Durch diesen neuen Standard steckt auch Qualcomm die Weiterentwicklung einer neuen Quick Charge Version 4 zurück.

Der derzeit am weitesten verbreitete Konnektor USB 3.0 kann maximal 5 Watt übertragen. Durch die Verwendung des Power Delivery-Standards ist hier jedoch noch deutlich mehr möglich:

ProfilSpannungStromLeistungMögliche Geräte
15 Volt2 Ampere10 WattSmartphones, Festplatten, kleines Zubehör
25/12 Volt2 / 1,5 Ampere18 WattSmartphones, Tablets, kleine Notebooks, größeres Zubehör
312 Volt3 Ampere36 WattKünftige Smartphones, Notebooks, Displays, Hubs
412/20 Volt3 Ampere60 WattGroße Notebooks, Hubs, Docking-Stations
512/20 Volt5 Ampere100 WattWorkstations, Hubs, externe Grafikkarten

Wichtig zu wissen: Bei hohen Watt-Zahlen sind auch spezielle Kabel vonnöten, die besonders hohe Ströme transportieren können, da ansonsten Kabelbrände drohen.

 

Hat auch Apple eine Schnelllade-Funktion?

Apple ist neben Intel und Microsoft Teil des genannten Gremiums, welches sich mit der Weiterentwicklung des USB-Standards beschäftigt. Entsprechend beugt sich Apple dem künftigen USB-C Standard und passt sich hier ein Stück weit an. Das liegt daran, dass neuere MacBook-Modelle auch per USB-C geladen werden. Die sog. „Power Bricks“ können also neben den Apple Laptops auch ein iPhone laden.

Obwohl die neueren Geräte die Schnellladefunktion besitzen, liefert Apple standardgemäß kein Zubehör bei, welches Schnellladen unterstützt. Wenn Sie etwa mit Ihrem iPhone X die Funktion des Schnellladens nutzen möchten, benötigen Sie einen Apple Power Brick bzw. ein Kabel, sofern Sie noch keins von USB-C auf Lightning besitzen. Alternativ kommt man mit Zubehör eines Drittanbieters günstiger.

Im empfehle Ihnen hier etwa folgende Produkte:

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  • Kabelmantel aus rostfreiem Stahl erhöht die Lebensdauer und verhindert Verheddern
  • Leistungsstark: Kann bis zu 2A übertragen, somit kompatibel mit vielen Schnellladegeräten
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Zuletzt aktualisiert am 25. May 2019 um 0:03 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Wie lade ich das Smartphone richtig?

In einem früheren Beitrag haben wir bereits ausführlich beschrieben, wie Sie Ihr Smartphone richtig laden. Kurz zusammengefasst: Es ist sinnvoll, das Smartphone nie in einer besonders heißen oder kalten Umgebung zu laden. Vermeiden Sie also das Laden in praller Sonne während der Sommermonate. Außerdem ist es ratsam, dass sich die Akkuladung immer im Bereich zwischen 30 und 80 Prozent bewegt. Sobald Ihr Akku vollständig geladen ist, sollten Sie Ihr Gerät vom Ladekabel trennen. Auch eine vollständige Entladung ist suboptimal: Kommt das öfters vor, kann das die Batterieleistung auf Dauer erheblich beeinträchtigen. Moderne Smartphones schützen sich vor einer Tiefenentladung, indem sich das Gerät selbst abschaltet.

Ich hoffe, dass ich zum Thema „Schnellladen“ etwas aufklären konnte. Haben Sie weitere Fragen? Posten Sie diese gern in die Kommentare.

Autorenbild: KL-Kai Liebezeit

Carsten Herzberg

Mitarbeiter aetka AG

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