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Mit Passwort-Managern Internet-Konten besser absichern
Starke, einzigartige Passwörter sind heute wichtiger denn je. Ob Online-Shopping, Banking, E-Mail, Streaming oder Social Media: Für nahezu jeden digitalen Dienst brauchst Du einen eigenen Zugang. Das Problem dabei ist offensichtlich: Wer für jedes Konto ein anderes, langes und komplexes Passwort verwenden soll, stößt schnell an seine Grenzen. Genau hier kommen Passwort-Manager ins Spiel. Sie helfen Dir dabei, sichere Passwörter zu erstellen, verschlüsselt zu speichern und im Alltag bequem zu nutzen.
Online-Einkaufen, E-Mail, Social Media, Unterhaltungsangebote: Wir nutzen täglich viele Online-Dienste. Für jeden Dienst brauchen wir einen eigenen Zugang mit einem starken Passwort. Doch starke Passwörter – das bedeutet, eine längere Kombination von unterschiedlichen Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen – sind nicht leicht zu merken. Ein Passwort-Manager übernimmt diese Aufgabe.
Inhaltsverzeichnis
- 1 So funktionieren Passwort-Manager
- 2 Darum solltest Du einen Passwort-Manager verwenden
- 3 So findest Du den passenden Passwort-Manager
- 4 Android: Der Google Passwortmanager als einfache Standardlösung
- 5 Apple: „Passwörter“ ist bei iPhone, iPad und Mac direkt integriert
- 6 Worauf Du bei der Auswahl achten solltest
- 7 Passwort-Manager im Vergleich: Drei starke Optionen
- 8 Browser-Passwortspeicher: praktisch, aber nicht immer die beste Wahl
- 9 Noch sicherer mit Zwei-Faktor-Authentisierung
- 10 Fazit: Der beste Passwort-Manager ist der, den Du konsequent nutzt
So funktionieren Passwort-Manager
Passwort-Manager sind Anwendungen (Apps) für die Verwaltung von Passwörtern auf Smartphones, Tablets und Computern.
• Sie helfen beim Erstellen von starken Passwörtern für Internet-Konten.
• Wie ein Tresor sichern sie die Passwörter entweder lokal auf einem Gerät oder alternativ in der Cloud. Sie werden deshalb auch als „Passwort-Safe“ bezeichnet. Beim Speichern in der Cloud kannst Du die Passwörter auf verschiedenen Geräten abrufen.
• Sie füllen die Login-Daten automatisch aus, wenn Du Dich beim nächsten Besuch wieder bei einem Online-Angebot anmeldest.
Darum solltest Du einen Passwort-Manager verwenden
Die meisten Menschen können sich längere Buchstaben- und Ziffernfolgen für ein Passwort nicht gut merken. Oft verwenden sie deshalb einfache Passwörter wie „123456“. Einfache Passwörter sind aber ein Sicherheitsrisiko, weil sie leicht geknackt werden können. Mit einem Passwort-Manager sicherst Du Deine Zugänge zu den verschiedenen Online-Diensten besser ab, weil er für jeden Dienst ein anderes starkes Passwort speichert. Ein Masterpasswort schützt die im Passwort-Manager hinterlegten Passwörter.
Tipp: Wenn ein Online-Dienst eine 2-Faktor-Authentisierung anbietet, nutze sie. Das heißt, Du brauchst für den Zugang ein zweites Gerät (einen „zweiten Faktor“). Dadurch wird Dein Internet-Konto noch besser geschützt.

Quelle: stock.adobe.com
So findest Du den passenden Passwort-Manager
Viele Passwort-Manager weisen bereits in ihrem Namen auf den Sicherheitsaspekt hin. Sie heißen zum Beispiel „SecureSafe“, „mSecure“ oder „Keepass“. Auch Internet-Browser wie „Chrome“ und „Mozilla Firefox“ haben einen Passwort-Manager.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und die Verbraucherzentrale NRW haben zehn Passwort-Manager miteinander verglichen und dabei insbesondere deren Sicherheit und Datenschutzfreundlichkeit untersucht. Diese Tests bieten eine verlässliche erste Orientierung bei der Auswahl eines passenden Passwort-Managers. Ergänzend dazu liefert auch das Technikmagazin CHIP regelmäßig Einschätzungen und Marktüberblicke, die bei der Einordnung einzelner Lösungen hilfreich sein können.
Die vollständigen Ergebnisse der Tests finden sich auf den Webseiten des BSI, der Verbraucherzentrale NRW sowie bei CHIP. Im weiteren Verlauf dieses Textes greife ich einige der getesteten Passwort-Manager exemplarisch heraus und stelle sie genauer vor. Für tiefergehende Informationen und alle Details empfehleichr, zusätzlich die genannten Testberichte und Quellen zu nutzen.
Android: Der Google Passwortmanager als einfache Standardlösung
Wer ein Android-Smartphone nutzt, hat meist bereits einen Passwort-Manager an Bord: den Google Passwortmanager. Dieser ist direkt mit Android und Chrome verknüpft. Passwörter und Passkeys lassen sich im Google-Konto speichern, verwalten und auf mehreren Geräten nutzen.
Das macht ihn vor allem für Einsteiger attraktiv. Wer ohnehin mit einem Google-Konto arbeitet und Chrome verwendet, bekommt eine nahtlose Lösung ohne zusätzliche Installation. Neue Zugangsdaten können automatisch gespeichert werden, und Anmeldungen in Apps oder auf Websites lassen sich bequem ausfüllen.
Für Nutzerinnen und Nutzer, die eine einfache und integrierte Lösung suchen, ist der Google Passwortmanager deshalb ein guter Einstieg. Dennoch gilt: Wer zusätzliche Sicherheitsfunktionen, erweitertes Teilen, Notfallzugriff oder besonders detaillierte Sicherheitsberichte möchte, findet bei spezialisierten Passwort-Managern oft mehr Möglichkeiten.
Apple: „Passwörter“ ist bei iPhone, iPad und Mac direkt integriert
Auch im Apple-Ökosystem ist ein Passwort-Manager bereits fest eingebaut. Auf iPhone, iPad und Mac stehen Passwörter, Passkeys, Bestätigungscodes und weitere Zugangsdaten zentral in der App „Passwörter“ zur Verfügung. In Verbindung mit dem iCloud-Schlüsselbund lassen sich diese Daten geräteübergreifend synchronisieren.
Das ist besonders praktisch für alle, die komplett auf Apple setzen. Durch Funktionen wie „Automatisch ausfüllen“ werden gespeicherte Logins direkt in Safari und vielen Apps angeboten. Zusätzlich zeigt Apple Sicherheitsempfehlungen an, etwa bei schwachen oder mehrfach verwendeten Passwörtern.
Für Apple-Nutzer ist die integrierte Lösung oft der schnellste und unkomplizierteste Weg, um die Passwortsicherheit deutlich zu verbessern – ganz ohne zusätzliche App.
Worauf Du bei der Auswahl achten solltest
Nicht jeder Passwort-Manager passt zu jedem Bedarf. Bevor Du Dich entscheidest, lohnt sich ein Blick auf einige wichtige Kriterien:
1. Sicherheit
Der wichtigste Punkt ist das Sicherheitskonzept. Achte darauf, dass der Anbieter eine starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nutzt und idealerweise nach einem Zero-Knowledge-Prinzip arbeitet. Das bedeutet: Selbst der Anbieter kann Deine gespeicherten Daten nicht einfach lesen.
2. Bedienung
Ein Passwort-Manager bringt nur etwas, wenn Du ihn im Alltag wirklich nutzt. Deshalb sollte die Bedienung verständlich, übersichtlich und möglichst reibungslos sein.
3. Geräteübergreifende Nutzung
Wer Passwörter auf Smartphone, Tablet und PC verwenden möchte, sollte auf gute Synchronisation achten. Gerade dieser Punkt ist vielen Nutzerinnen und Nutzern besonders wichtig.
4. Zusatzfunktionen
Nicht jeder braucht alles. Manche möchten Passwort-Sharing mit Familienmitgliedern, andere legen Wert auf Notfallzugriff, Sicherheitsberichte, verschlüsselte Notizen oder Unterstützung für Passkeys.
5. Preis
Es gibt starke kostenlose Lösungen und komfortable Bezahlmodelle. Wichtig ist, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis zu Deinem Bedarf passt.

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Passwort-Manager im Vergleich: Drei starke Optionen
Ein Blick auf aktuelle Vergleiche zeigt: Es gibt nicht den einen perfekten Passwort-Manager für alle, sondern verschiedene gute Lösungen für unterschiedliche Ansprüche.
Keeper – der Testsieger für hohe Ansprüche
Laut CHIP zählt Keeper derzeit zu den stärksten Passwortmanagern auf dem Markt. Zwar wurde der Dienst bislang weder vom BSI noch von der Verbraucherzentrale NRW getestet, dennoch überzeugt Keeper vor allem durch sein sehr durchdachtes Sicherheitskonzept, den großen Funktionsumfang und eine insgesamt einfache, moderne Bedienung. Wer eine komfortable und vielseitige Komplettlösung sucht, erhält mit Keeper ein insgesamt sehr starkes Gesamtpaket.
Besonders positiv fallen die zahlreichen Zusatzfunktionen und die intuitive Oberfläche auf. Dem stehen jedoch zwei wesentliche Nachteile gegenüber: Keeper ist ausschließlich im Rahmen eines vergleichsweise teuren Abonnements erhältlich und bietet kein lokal verschlüsseltes Backup der Daten.
Damit eignet sich Keeper vor allem für Nutzerinnen und Nutzer, die hohen Wert auf Bedienkomfort, starke Zusatzfunktionen und ein klar strukturiertes, modernes Design legen und bereit sind, dafür ein Abo in Kauf zu nehmen.
Bitwarden – der Preistipp mit starkem Gesamtpaket
Bitwarden wird häufig als Preis-Leistungs-Tipp genannt. Die Lösung bietet ein gutes Sicherheitskonzept, ist einfach zu bedienen und punktet besonders durch eine kostenlose Version sowie günstige Abos.
Bitwarden bietet ein gutes Sicherheitskonzept, eine einfache Bedienung sowie eine kostenlose Version und günstige Abomodelle. Allerdings hat er auch zwei Einschränkungen: Es gibt kein wirklich sicheres Passwort-Sharing und keine Synchronisation über alternative Cloud-Dienste.
Bitwarden ist ideal für alle, die einen soliden, modernen Passwort-Manager suchen, ohne direkt viel Geld auszugeben.
KeePassXC – die starke Gratis-Alternative für Technikaffine
Wer eine kostenlose und besonders flexible Lösung sucht, landet schnell bei KeePassXC. Das Programm gilt als gute Gratis-Alternative und bietet ein gutes Sicherheitskonzept. Außerdem ist eine Synchronisation über alternative Quellen möglich.
Der Passwort-Manager bietet ein gutes Sicherheitskonzept, ist kostenlos nutzbar und erlaubt die Synchronisation über alternative Quellen. Allerdings ist die Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig, das Programm lässt unsichere Passwörter zu und es gibt keinen Notfallzugriff.
KeePassXC ist vor allem für Nutzer geeignet, die gern selbst mehr Kontrolle über ihre Daten haben und mit einer etwas technischeren Bedienung zurechtkommen.
Browser-Passwortspeicher: praktisch, aber nicht immer die beste Wahl
Viele Menschen speichern Passwörter direkt im Browser. Das ist bequem und besser als gar keine Struktur. Dennoch weisen Verbraucherschützer darauf hin, dass browserbasierte Lösungen Risiken haben können, weil Browser sehr komplexe Programme sind und Passwortverwaltung dort nicht immer im Mittelpunkt steht.
Für den Einstieg kann ein Browser-Passwortspeicher hilfreich sein. Wer jedoch möglichst viel Sicherheit, Kontrolle und Zusatzfunktionen möchte, ist mit einem spezialisierten Passwort-Manager meist besser aufgestellt.
Noch sicherer mit Zwei-Faktor-Authentisierung
Ein Passwort-Manager ist ein großer Schritt nach vorn – aber noch besser wird Dein Schutz mit Zwei-Faktor-Authentisierung, kurz 2FA. Dabei reicht nicht nur das Passwort für den Login. Zusätzlich brauchst Du einen zweiten Faktor, etwa einen Code auf dem Smartphone, eine Authenticator-App oder eine biometrische Freigabe.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt 2FA ausdrücklich, weil ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal Angriffe deutlich erschwert. Selbst wenn ein Passwort in falsche Hände gerät, bleibt der Zugang dann oft blockiert.
Fazit: Der beste Passwort-Manager ist der, den Du konsequent nutzt
Ob Google Passwortmanager auf Android, Apples App „Passwörter“ oder spezialisierte Tools wie Keeper, Bitwarden und KeePassXC: Entscheidend ist, dass Du überhaupt eine sichere Struktur für Deine Zugangsdaten nutzt.
Für viele Einsteiger sind die integrierten Lösungen von Google oder Apple ein einfacher Start. Wer mehr Funktionen, bessere Auswertungen oder zusätzliche Komfort-Features möchte, sollte sich spezialisierte Anbieter ansehen. Keeper überzeugt vor allem als umfangreicher Testsieger, Bitwarden als starker Preistipp und KeePassXC als kostenlose Alternative für Fortgeschrittene.
Unterm Strich gilt: Nutze für jeden Dienst ein eigenes starkes Passwort, sichere Deinen Passwort-Manager mit einem starken Masterpasswort und aktiviere überall dort 2FA, wo es möglich ist. So schützt Du Deine digitalen Konten deutlich besser – und machst Dir den Alltag gleichzeitig leichter.
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